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Wie verabreiche ich meinem Tier Augenmedikamente?

Beim Vorliegen von Augenproblemen oder –verletzungen sind topisch (lokal) verabreichte Augenmedikamente oft unumgänglich. Zur Therapie stehen Augentropfen oder Augensalben zur Verfügung. Manche Medikamente müssen im Kühlschrank gelagert werden, bitte achten Sie auf die Packungsbeilage bzw. auf die Hinweise Ihres Tierarztes. Manche Augentropfen (in der Regel milchige Tropfen) müssen vor der Eingabe geschüttelt werden.

Am leichtesten geht die Medikamenteneingabe, wenn Sie Ihr Tier beispielsweise zwischen/vor Ihren Beinen oder auch in einer Zimmerecke platzieren, sodass es nicht direkt vor Ihnen zurückweichen kann. Legen Sie sich die Salbe/Tropfen parat und öffnen Sie diese. Anschließend heben Sie das Kinn Ihres Tieres mit einer Hand leicht an, sodass es Richtung Zimmerdecke/nach oben schaut. Dabei öffnet sich das Auge meist bereits schon selbstständig. Sie können dann mit der anderen Hand die Medikamente verabreichen. Stützen Sie sich am besten leicht mit dem Handrücken im Bereich der Stirn in Nähe zum Auge ab, so können Sie gleichzeitig das Oberlid leicht anheben.

Sind Sie bei der Verabreichung der Augenmedikamente zu zweit, kann sich eine Person auf die Fixierung und gleichzeitig das Kraulen zur Belohnung konzentrieren, während sich die zweite Person der Verabreichung der Medikamente widmet.

Sollte Ihr Tier Augentropfen verschrieben bekommen, ist pro Gabe ein Tropfen je Auge ausreichend; sollten jedoch aus Versehen einmal mehr Tropfen ins Auge gelangen, ist dies nicht schlimm. Am leichtesten ist die Verabreichung, wenn Ihr Tier nach oben schaut bzw. Sie den Kopf des Tieres leicht anheben und die Tropfen dann entweder direkt auf das Auge oder in den Bindehautsack eingeben. Bei Augensalben ist eine etwa reiskorngroße Menge pro Gabe ausreichend. Auch die Salbe kann entweder auf das Auge oder in den Bindehautsack gegeben werden.
Sollten Ihrem Tier verschiedene Medikamente verordnet werden, sollte zwischen diesen immer ein Abstand von ca. 15 Minuten eingehalten werden, außer es wird anders mit Ihnen besprochen. Sollten Salben und Tropfen verabreicht werden müssen, werden in der Regel erst die Tropfen gegeben und nach entsprechender Wartezeit die Augensalbe.

Bitte zögern Sie nicht und sprechen uns direkt an, sollte die Verabreichung der verschriebenen Medikamente Probleme bereiten oder falls Sie das Gefühl haben, die Medikamentengabe ist für Ihr Tier schmerzhaft. Ein vermehrtes Blinzeln oder kurzzeitiges Kneifen des behandelten Auges direkt nach der Medikamenteneingabe ist normal. Sollte Ihr Tier jedoch das Auge permanent geschlossen halten, sich über das Auge reiben oder gar Aufschreien bei der Verabreichung, nehmen Sie bitte direkt Kontakt mit uns auf.


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