Gesunde Tiere sind
glückliche Tiere
Blutspender gesucht

Kleiner Pieks – Große Wirkung!

Schwere Blutverluste nach Unfällen oder durch Rattengift verursachte Gerinnungsstörungen können für Hunde und Katzen lebensbedrohlich sein. In solchen Fällen ist eine Bluttransfusion oft die einzige Rettung. Im Gegensatz zur Humanmedizin werden Tierblutspenden jedoch nicht auf Vorrat gelagert, sondern nur im Notfall entnommen. Deshalb sind wir als Tierklinik auf ausreichend spendebereite Tiere angewiesen, die für eine kurzfristige Blutabnahme zur Verfügung stehen.

Sollten Sie Interesse zur Registrierung Ihres Tieres in unserer Blutspenderkartei haben, wird ein Termin zur Blutentnahme vorab in unserer Sprechstunde vereinbart.

Lassen Sie Ihr Tier zur Blutspende registrieren

Blutuntersuchung im Labor

Ihr Vierbeiner kann helfen

Warum ist eine Registrierung in die Blutspenderkartei so wichtig?

Meist handelt es sich um nicht-planbare Notfälle. Bei einer Bluttransfusion an einem tierischen Patienten in einem Notfall ist es von großem Vorteil, wenn die Blutgruppe des Tieres bereits bekannt ist, um somit schnell handeln zu können. Deshalb wird bei Interesse zur Registrierung ein Termin zur Blutentnahme vorab in unserer Sprechstunde gemacht. Sie erhalten hier einen kostenlosen Check-Up des Tieres, sowie Blutgruppenbestimmung und SNAP-Test auf Infektionskrankheiten und werden anschließend in unsere Blutspenderkartei aufgenommen.

Wie läuft eine Blutspende ab?

Vor einer Bluttransfusion wird das Spender-Tier gründlich vom Tierarzt untersucht und das Blut daraufhin getestet, ob genügend rote Blutzellen vorhanden sind. Das Tier erhält also vor jeder Spende erneut einen großen Gesundheits-Check. Durch Labortests (große und kleine Kreuzprobe) werden vorab mögliche Unverträglichkeitsreaktionen eingegrenzt. Ist das Tier etwas schreckhaft, angespannt oder nervös, kann ein Beruhigungsmittel verabreicht werden. Hat es sich entspannt, wird die Blutentnahmestelle am Hals oder Bein rasiert und desinfiziert. Die Entnahme selbst dauert nur wenige Minuten. Insgesamt sollte der Besitzer ca. eine Stunde in der Klinik einplanen (mit Untersuchung, Entnahme, ggf. Aufwachphase). Es werden max. 1 % vom Körpergewicht an Blut entnommen. Ein 20 kg schwerer Hund kann also 200 ml Blut spenden. Die entnommene Menge wird in kürzester Zeit im Körper wiederhergestellt und belastet den Hund/die Katze nicht.

Nach der Blutabnahme sollte das Tier noch etwas liegen bleiben und sich ausruhen. Dadurch werden Schwindel und Übelkeit vermieden. Zusätzlich erhalten die Vierbeiner Futter und Wasser. In den 24 Stunden nach der Blutspende ist große Anstrengung für das Spendertier zu vermeiden und bei Hunden sollte statt eines Halsbands lieber ein Brustgeschirr verwendet werden.

Spritzen mit Blut im Labor

Kommt mein Tier als Blutspender in Frage?

So wie nicht jeder Mensch als Spender geeignet ist, ist es auch nicht jedes Tier. Es gibt bestimmte Voraussetzungen:

  • Klinisch gesund und ohne Medikamenteneinnahme
  • Keine Reisekrankheiten
  • Alter: 1 – 8 Jahre
  • Hund > 20 kg
  • Katze > 3 kg
  • Regelmäßige Entwurmung und aktueller Impfschutz
  • Noch kein Blutempfänger gewesen
  • Weibliche Tiere sollten nicht trächtig oder läufig/rollig sein
  • Max. 4 Spenden pro Jahr (zwischen den Spenden mind. 3 Monate)
  • Ruhiges, geduldiges Gemüt von Vorteil
    Besitzer sollte prinzipiell die Möglichkeit / Bereitschaft haben, schnell und flexibel in die Klinik zu kommen (im Notfall)
Pferd bekommt Infusion

Leistungen der Klinik

Kostenfreie klinische Untersuchung vor jeder Spende

  • Kostenfreies aktuelles Blutbild vor jeder Spende
  • Kostenfreies ausführliches Blutprofil inkl. Infektionskrankheiten
  • Kostenlose Bestimmung der Blutgruppe bei Erstspende
  • Wichtiger Beitrag anderen Tieren zu helfen, gutes Gefühl Leben gerettet zu haben – Health Angel
  • Kleines Dankeschön von uns nach jeder Spende

Sie sind an einer Registrierung Ihres Tieres in unserer
Blutspendekartei interessiert?

Frau mit Katze

Wann braucht ein Hund/eine Katze eine Blutspende?

Immer dann, wenn ein Tier zu viel Blut verloren hat oder sein eigenes Blut gerinnt, benötigt er eine geeignete Blutspende. Besonders häufig benötigen Hunde und Katzen in folgenden Fällen eine Spende:

  • Infolge starker Verletzungen (z. B. durch einen Autounfall)
  • Bei Gerinnungsstörungen (z. B. Hämophilie)
  • Vor, während oder nach einer Operation
  • Infolge massiver Vergiftungen (z. B. durch Rattengift)
  • Im Falle einer chronischen Niereninsuffizienz oder starken Leberschäden
  • Bei Erkrankungen blutbildender Organe (z. B. des Knochenmarks)
Pferd bekommt Infusion

Welche Blutgruppen gibt es?

Bei Hunden gibt es viele verschiedene Blutgruppen. Bei der Hundeblut-Spende wird derzeit meist nur auf die zwei Blutgruppen, DEA 1.1 positiv und DEA 1.1 negativ, getestet. DEA ist die allgemeine Bezeichnung für Hundeblutgruppen und steht für „Dog Erythrocyte Antigene“. Die Zahlen geben dann die spezifische Blutgruppe an, z.B. DEA 1.1.

Bei der Katze sind die Blutgruppen rasseabhängig. Man unterscheidet zwischen den Blutgruppen A, B und AB, wobei B und AB äußerst selten vorkommen. Eine Transfusion kann bei Katzen nur streng nach Blutgruppen getrennt erfolgen. Eine Kreuzprobe ist daher immer erforderlich.

Randnotiz: Und das Blut von Mensch und Hund/Katze ist unverträglich – ein Mensch kann also keinem Tier Blut spenden (und umgekehrt).

Wir freuen uns auf Sie!

Bei Fragen rund um das Thema Blutspende beim Tier oder zur Terminvereinbarung stehen wir Ihnen gerne telefonisch zur Verfügung. Sie erreichen uns jederzeit unter der Telefonnummer +49 8238 9618-0.